Stadtbibliothek Gelsenkirchen eBibMedien. Wo sind die Toten von Hoheneck?

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"Ihr Delikt kommt gleich nach Massenmord", nahm man Ellen Thiemann im Gefängnis in Empfang. Verurteilt worden war sie für versuchte Republikflucht. Zwei Jahre lang ging sie durch die Hölle von Hoheneck. Sie erlebte mit, wie verzweifelte Strafgefangene Suizid begingen, und ertrug selbst grausame Folterungen. Sie schildert, wie Müttern die Kinder durch Zwangsadoptionen entrissen und Inhaftierte durch verordneten Missbrauch von Psychopharmaka ruhiggestellt wurden. Selbst nach dem Mauerfall waren einstige Gefangene noch Repressionen durch die Stasi, deren Funktionäre bis heute wichtige Positionen in unserer Gesellschaft innehaben und die Opfer von früher angreifen. Die Journalistin hört nicht auf, die Verbrechen der DDR-Diktatur anzuprangern.

Autor(en) Information:

Ellen Thiemann wurde 1937 in Dresden geboren. 1960 heiratete sie den DDR-Spitzensportler und Sportjournalisten Klaus Thiemann. Nachdem 1972 an der Grenze das Fluchtauto mit ihrem Sohn gefasst wurde, dem die Eltern wenige Tage später folgen sollten, nahm sie die Schuld allein auf sich und damit die Verurteilung zu dreieinhalb Jahren Haft. 1975 wurde sie entlassen, ließ sich scheiden und konnte schließlich in die BRD ausreisen.

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