Stadtbibliothek Gelsenkirchen eBibMedien. Chronik eines vergessenen Volkes

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Etwa 12 Millionen Menschen weltweit bezeichnen sich als "Roma" - übersetzt aus ihrer Sprache heißt es schlicht "Mensch". Andere Bezeichnungen: Zigeuner, Ägypter, Schwarze, Tsingani. Erst seit einiger Zeit weiß man sicher, dass sie aus Nordindien stammen und sich von dort in der ganzen Welt niedergelassen haben. Die meisten leben in den ehemaligen Ostblockstaaten Südosteuropas: Rumänien, Bulgarien, Serbien, Mazedonien. Sie hatten sich in der langen Zeit des Kommunismus mehr versteckt als angepasst, heute sind ihre Gemeinschaften größer denn je, aber auch ärmer denn je. Süddeutsche TV-Autor Christian Bock hat die Roma in fünf verschiedenen Ländern besucht, und kennt einige Sippen schon seit zehn Jahren. Eine andere Facette der notorisch chaotischen, schwer zugänglichen und immer noch geheimnisvollen Welt der Zigeuner sind ihre Könige: König Jan, den man des Uranschmuggels verdächtigt; König Florin mit dem goldenen Zepter; König Kiro, dessen Vater angeblich in einem goldenen Sarg beerdigt wurde. Teilweise bizarre Figuren, die in ihren Stämmen aber über Tod und Leben entscheiden können. Ebenso faszinierend wie märchenhaft sind die bunten Züge der Zigeunermädchen, die auf traditionellen Hochzeitsmärkten nach Männern suchen. Früher wurden sie verkauft - heute sind die meisten zu arm, sich für ein paar tausend Euro eine Schwiegertochter zu leisten.

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